Zwi­schen Ball­kleid, Lita­nei und Lern­ma­ra­thon – ein unver­gess­li­cher Abschied für den Abschlussjahrgang

Es gibt Aben­de, an denen man schon beim ers­ten Blick merkt: Heu­te ist etwas Beson­de­res. So war es auch bei der Ver­ab­schie­dung unse­rer Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten. Bei som­mer­lich war­men Tem­pe­ra­tu­ren ver­wan­del­te sich die See­hof­hal­le in Mem­mels­dorf für einen Abend in einen Lauf­steg. Ele­gan­te Anzü­ge, fest­li­che Klei­der und schi­cke Fri­su­ren bestimm­ten das Bild – und man­che hat­ten sich sogar für die ganz gro­ße Robe ent­schie­den. Wer zufäl­lig vor­bei­kam, hät­te durch­aus ver­mu­ten kön­nen, dass hier gleich­zei­tig eine Film­pre­mie­re, ein Opern­ball und eine Preis­ver­lei­hung stattfanden.

Schul­lei­ter Mat­thi­as Welsch blick­te in sei­ner Anspra­che sowohl auf die ver­gan­ge­nen Schul­jah­re zurück als auch auf den neu­en Lebens­ab­schnitt, der nun vor den Jugend­li­chen liegt. Er erin­ner­te dar­an, wie wich­tig es sei, Men­schen und Situa­tio­nen nicht vor­schnell zu beur­tei­len, son­dern sich die Zeit zu neh­men, genau hin­zu­se­hen und sich eine eige­ne Mei­nung zu bil­den. Mit auf den Weg gab er den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten vor allem vier Wün­sche: Neu­gier auf das, was kommt, Mut, neue Wege zu gehen, Respekt im Umgang mit ande­ren und Zuver­sicht für die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft.

Natür­lich durf­te auch die Begrü­ßung der Ehren­gäs­te nicht feh­len. Zahl­rei­che Bür­ger­meis­ter sowie Ver­tre­ter der umlie­gen­den Gemein­den waren der Ein­la­dung gefolgt. Den­noch stand fest, wer an die­sem Abend die eigent­li­chen Ehren­gäs­te waren: die Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten selbst. Schließ­lich stand die­ser Abend ganz im Zei­chen ihres erfolg­rei­chen Schulabschlusses.

Dabei sind ganz beson­ders die Leis­tungs­trä­ger des Jahr­gangs her­vor­zu­he­ben: Julia Dum­pert als Jahr­gangs­bes­te (Noten­durch­schnitt 1,00), Lina Kul­pa (1,17) sowie Eli­as Kau­der als bes­ter Schü­ler im MINT-Bereich. Ihre her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen zei­gen ein­drucks­voll, was mit Fleiß, Aus­dau­er und einer Por­ti­on Begeis­te­rung mög­lich ist. Dafür wur­den sie zusätz­lich mit einem Preis der Fir­ma Sie­mens und die bes­te Absol­ven­tin außer­dem mit einem Preis der Stadt Scheß­litz bedacht.

Im Rah­men der Fei­er wur­de außer­dem ein herz­li­ches Dan­ke­schön aus­ge­spro­chen. Der lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de des För­der­ver­eins Rein­hold Söder wur­de eben­so ver­ab­schie­det wie Tobi­as Sie­ling und Jür­gen Zenk, zwei enga­gier­te Mit­glie­der des Eltern­bei­rats, die die Schu­le über vie­le Jah­re mit gro­ßem Ein­satz unter­stützt haben. Ihr aller Enga­ge­ment hat das Schul­le­ben in viel­fäl­ti­ger Wei­se berei­chert und ver­dient höchs­te Anerkennung.

Für unter­halt­sa­me Momen­te sorg­ten die bei­den Schü­ler­spre­cher in ihrer Abschieds­re­de. Mit einem Augen­zwin­kern erin­ner­ten sie an die letz­ten Wochen vor den Prü­fun­gen. Plötz­lich sei­en Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler zu wah­ren Lern­pro­fis mutiert. Man­che hät­ten dabei sogar ver­sucht, den kom­plet­ten Stoff aus sechs Schul­jah­ren an nur einem Wochen­en­de nach­zu­ho­len – ein ambi­tio­nier­tes Pro­jekt, des­sen Erfolg ver­mut­lich bis heu­te wis­sen­schaft­lich nicht ein­deu­tig nach­ge­wie­sen wer­den konn­te. Zwi­schen Kar­tei­kar­ten, Kaf­fee­tas­sen und ver­zwei­fel­ten Whats­App-Nach­rich­ten sei jedoch deut­lich gewor­den: Gemein­sam lässt sich selbst der größ­te Prü­fungs­stress überstehen.

Dass Lehr­kräf­te nicht nur unter­rich­ten, son­dern auch für Über­ra­schun­gen gut sind, bewie­sen die Klas­sen­lei­te­rin­nen und Klas­sen­lei­ter der zehn­ten Klas­sen. Anstel­le einer klas­si­schen Rede tru­gen Father Droll and the Hea­ven­ly Sis­taz eine nicht so ganz ernst gemein­te Lita­nei mit guten Wün­schen vor. Dabei ging es unter ande­rem um die zukünf­ti­ge Gestal­tung der nun nicht mehr exis­tie­ren­den Feri­en, neue All­tags­ge­wohn­hei­ten und Anek­do­ten aus der gemein­sam ver­brach­ten Zeit.

Für den pas­sen­den musi­ka­li­schen Rah­men sorg­ten die Blä­ser­klas­se 6b unter der Lei­tung von Ger­hard Him­mel sowie der Leh­rer­chor. Beson­ders das Schluss­lied Have a Nice Day! brach­te die Stim­mung des Abends auf den Punkt: ein fröh­li­cher, opti­mis­ti­scher Abschieds­gruß an einen Jahr­gang, der nun neue Wege einschlägt.

Nach der offi­zi­el­len Fei­er war der Abend jedoch noch lan­ge nicht vor­bei. Beim anschlie­ßen­den Abschluss­ball wur­de deut­lich, dass sich der Tanz­kurs der ver­gan­ge­nen Wochen gelohnt hat­te. Wal­zer, Dis­co­fox und vie­le wei­te­re Tän­ze wur­den mit gro­ßer Begeis­te­rung aufs Par­kett gebracht. Bis spät in die Nacht wur­de gefei­ert, gelacht und getanzt – ein wür­di­ger Abschluss von sechs gemein­sa­men Schuljahren.

Ein so gelun­ge­ner Abend ent­steht natür­lich nicht von allein. Des­halb gilt allen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern, den Orga­ni­sa­to­rin­nen und Orga­ni­sa­to­ren, den Lehr­kräf­ten, dem Eltern­bei­rat, dem För­der­ver­ein, den Musi­ke­rin­nen und Musi­kern sowie allen wei­te­ren Mit­wir­ken­den ein herz­li­ches Dan­ke­schön. Sie alle haben dazu bei­getra­gen, dass die­ser Abend den Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten noch lan­ge in schö­ner Erin­ne­rung blei­ben wird.

Wir wün­schen unse­rem Abschluss­jahr­gang von Her­zen alles Gute für die Zukunft – und hof­fen, dass Neu­gier, Mut, Respekt und Zuver­sicht sie auf ihrem wei­te­ren Weg stets beglei­ten. Oder, um es mit den letz­ten Tönen des Leh­rer­chors zu sagen: Have a nice day! – und vor allem: Habt ein schö­nes Leben!

StRin (RS) Sabri­na Haberzettl

 

Foto v.l.n.r.: Micha­el Lind­ner (2. Bür­ger­meis­ter Stadt Scheß­litz), Eli­as Kau­der, Lina Kul­pa, Julia Dum­pert, Schul­lei­ter Mat­thi­as Welsch