Fest­akt zum Schul­ju­bi­lä­um und zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen

Eigent­lich sind es ja schon fast 54 Jah­re, auf die die Real­schu­le Scheß­litz beim Fest­akt am Frei­tag, den 24.04.2026 zurück­blick­te. Aber irgend­wie passt es auch zur Tra­di­ti­on der Schu­le, denn auch die offi­zi­el­le Ein­wei­hungs­fei­er im Jah­re 1974 fand statt, als der Schul­be­trieb bereits seit zwei Jah­ren im Gan­ge war. Und schließ­lich ist so eine Schu­le ja zu jeder Zeit im Wer­den und Ver­än­dern, Still­stand gibt es nicht. Nichts­des­to­trotz soll­te die­ser Tag gebüh­rend began­gen wer­den, da nun end­lich die über zehn­jäh­ri­ge Umbau­pha­se abge­schlos­sen wer­den konn­te, die schließ­lich auch mit­ver­ant­wort­lich dafür war, dass das Jubi­lä­um nicht zum eigent­li­chen Ter­min gefei­ert wer­den konnte.

So erin­ner­te an die­sem Fest­tag ein recht unschein­ba­res Red­ner­pult dar­an, wie es an unse­rer Schu­le vor 50 Jah­ren aus­ge­se­hen hat. Die­ses Red­ner­pult, das schon bei der Eröff­nungs­fei­er sei­nen Ein­satz gefun­den hat, schien eines der weni­gen Über­bleib­sel aus den alten Zei­ten zu sein, ansons­ten hat­te sich doch so eini­ges an Gebäu­de und Innen­räu­men getan im Ver­lauf die­ses hal­ben Jahrhunderts.

Von eben die­sem Red­ner­pult aus durf­te Schul­lei­ter Mat­thi­as Welsch zur Eröff­nung des Fest­akts eine schier end­lo­se Lis­te an Ehren­gäs­ten an die­sem Tag begrü­ßen. Der noch amtie­ren­de Land­rat Johann Kalb sowie des­sen Vor­gän­ger Gün­ther Denz­ler und Nach­fol­ger Johan­nes Macie­jon­c­zyk lie­ßen es sich eben­so wenig neh­men, Teil die­ser Fei­er­stun­de zu sein, wie der Minis­te­ri­al­be­auf­trag­te für die Real­schu­len in Ober­fran­ken, Chris­toph Kass­eckert, zahl­rei­che Ver­tre­ter der umlie­gen­den Städ­te und Kom­mu­nen, der ober­frän­ki­schen Real­schu­len, des Land­rats­amts Bam­berg, des Erz­bis­tums Bam­berg und der Archi­tek­tur- und Inge­nieur­bü­ros. Dazu gesell­te sich eine gan­ze Rei­he ehe­ma­li­ger und aktu­el­ler Mit­glie­der der Schul­fa­mi­lie: die frü­he­ren Schul­lei­ter Man­fred Egner, Andre­as Meix­ner und Ralf Motel sowie wei­te­re frü­he­re Lehr­kräf­te, das aktu­el­le Kol­le­gi­um, Eltern­bei­rat und För­der­ver­ein und natür­lich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler, ver­tre­ten durch die ers­ten und zwei­ten Klas­sen­spre­cher. Vol­les Haus herrsch­te zu die­sem Ter­min an unse­rer Schu­le, einem Ort, an dem immer wie­der klei­ne und gro­ße Geschich­ten geschrie­ben wur­den und wer­den, wie Mat­thi­as Welsch in sei­ner Eröff­nungs­re­de aus­führ­te. Die­ser Tag soll­te ein Teil im Puz­zle die­ser Geschich­ten wer­den. Land­rat Johann Kalb und Minis­te­ri­al­be­auf­trag­ter Chris­toph Kass­eckert gra­tu­lier­ten ihrer­seits zum Schul­ju­bi­lä­um und schwelg­ten in ihren Reden in Erin­ne­run­gen an die Zeit seit Bestehen der Schu­le. Eine gewis­se Affi­ni­tät zum Lieb­lings­sport der Deut­schen, dem Fuß­ball, ließ sich dabei nicht ganz ver­leug­nen. Ver­tre­ter des Schul­fo­rums stell­ten äußerst pla­ka­tiv und anschau­lich dar, wie die unter­schied­li­chen Grup­pen von Men­schen, die in einer Schu­le auf­ein­an­der­tref­fen – Schü­ler, Eltern, Leh­rer – alle ihren Bei­trag zum Gelin­gen des Schul­le­bens leis­ten und so ihre Spu­ren in der Geschich­te einer Schu­le hin­ter­las­sen. Bewaff­net mit Bohr­ma­schi­ne und Sicher­heits­helm erklär­ten sie die Bau­stel­le nun für geschlos­sen. Ein sehr pas­sen­des Bild, wur­den die letz­ten Hand­grif­fe und Schön­heits­kor­rek­tu­ren doch gera­de ein­mal zwei Tage zuvor getä­tigt, gera­de recht­zei­tig, dass die Ver­tre­ter der evan­ge­li­schen und katho­li­schen Kir­che, Udo Bru­ha und Micha­el Gräf, einen gemein­sa­men Segen für die neu­ge­stal­te­te Schu­le aus­spre­chen konn­ten. Dem folg­te der Ver­such, die gesam­te Fest­ge­sell­schaft in einen Gos­pel­chor zu verwandeln.

Natür­lich blieb es nicht bei die­sem einen musi­ka­li­schen Inter­mez­zo, die Real­schu­le Scheß­litz hat ja seit jeher bewie­sen, dass hier eben nicht nur unter­rich­tet und gelernt wird, son­dern eben­so musi­ziert, gesun­gen, getanzt. So brach­ten Chor- und Musik­klas­se, Leh­rer­chor, die Schul­band Stage Vibes und die Tanz­grup­pe Dancing Queens das Publi­kum mehr­fach zum Mit­wip­pen. Als zum Abschluss der brand­neue Schul­song per­formt wur­de, stimm­te wirk­lich jeder in Gesang und Tanz mit ein. Viel­leicht eine neu begrün­de­te Tradition?

Der Tag war natür­lich an die­ser Stel­le noch lan­ge nicht vor­bei. Ein aus­la­den­des Buf­fet – unter ande­rem gestal­tet von der schul­ei­ge­nen Cate­ring­grup­pe, lud dazu ein, bei strah­len­dem Son­nen­schein noch zu ver­wei­len und auf die­sen beson­de­ren Tag anzu­sto­ßen und die Neu­ge­stal­tung der Schu­le noch etwas genau­er in Augen­schein zu nehmen.

Am Nach­mit­tag füll­te sich das Schul­haus erneut, als rund 900 ehe­ma­li­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te zu ihrer alten Wir­kungs­stät­te zurück­kehr­ten, um unter die Lupe zu neh­men, was sich denn so alles ver­än­dert hat. So man­che Anek­do­te wur­de aus­ge­tauscht und alte Abschluss­fo­tos nach bekann­ten Gesich­tern abge­sucht. Ein Plausch mit der einen oder ande­ren frü­he­ren Lehr­kraft und vor allem mit den Klas­sen­ka­me­ra­den führ­te dazu, dass sich manch einer nach dem gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein am liebs­ten gar nicht ver­ab­schie­den woll­te. Was für ein gelun­ge­ner und emo­ti­ons­rei­cher Tag! Herz­li­chen Glück­wunsch, Real­schu­le Scheß­litz, auf die nächs­ten 50 Jahre!

 

StRin (RS) Sabri­na Haberzettl