Schu­le im Aus­nah­me­zu­stand – das Schul­fest zum 50-jäh­ri­gen Jubiläum

Am Don­ners­tag herrsch­te an der Real­schu­le Scheß­litz Aus­nah­me­zu­stand – und das im aller­bes­ten Sin­ne. Anlass war nicht etwa ein Feu­er­alarm oder eine uner­war­te­te Mathe-Ex, son­dern der Auf­takt der zwei­tä­gi­gen Fei­er zum 50-jäh­ri­gen Jubi­lä­um unse­rer Schu­le sowie zum erfolg­rei­chen Abschluss der lang­jäh­ri­gen Umbau­maß­nah­men. Wäh­rend am Frei­tag ein fest­li­cher offi­zi­el­ler Fest­akt statt­fand, stand der Don­ners­tag ganz im Zei­chen von Gemein­schaft, guter Lau­ne und einer gehö­ri­gen Por­ti­on Schulfest-Trubel.

Schon beim Betre­ten des Schul­ge­län­des wur­de klar: Hier war wirk­lich für jeden etwas gebo­ten. Ein ganz beson­de­res High­light bil­de­te gleich zum Auf­takt der gro­ße Flash­mob. Plötz­lich ver­sam­mel­ten sich Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Lehr­kräf­te, Eltern und Gäs­te auf dem Schul­hof und tanz­ten gemein­sam zum eigens getex­te­ten Schul­song. Inner­halb weni­ger Minu­ten ver­wan­del­te sich der Schul­hof in eine rie­si­ge Tanz­flä­che – ein Moment, der sicher vie­len noch lan­ge in Erin­ne­rung blei­ben wird.

Wer schon immer ein­mal eine his­to­ri­sche Wand­kar­te sein Eigen nen­nen woll­te, konn­te beim Ver­kauf alter Exem­pla­re zuschla­gen – viel­leicht fin­det sich nun in man­chem Kin­der­zim­mer eine beson­ders deko­ra­ti­ve Dar­stel­lung der DDR oder der Boden­schät­ze Euro­pas. Ein Stück­chen wei­ter kno­bel­ten sich muti­ge Grup­pen durch den Escape Room, in dem Team­geist und schar­fer Ver­stand gefragt waren. Eine lie­be­vol­le Aus­stel­lung zusam­men­ge­stellt von meh­re­ren Klas­sen ver­setz­te die Besu­cher in die unter­schied­li­chen Jahr­zehn­te seit Bestehen der Real­schu­le Scheßlitz.

Krea­ti­ve Köp­fe kamen eben­falls voll auf ihre Kos­ten: Arm­bän­der gestal­ten, But­tons oder Schlüs­sel­an­hän­ger bas­teln, Blu­men­sa­men erwer­ben oder klei­ne Kres­se­häu­ser bau­en – wer woll­te, konn­te sei­ne Bas­tel­fä­hig­kei­ten auf die Pro­be stel­len und dabei ganz neben­bei die Fens­ter­bank zu Hau­se begrü­nen. Beim Kräu­ter-Raten zeig­te sich, dass Thy­mi­an und Ore­ga­no doch nicht für alle ein­deu­tig zu unter­schei­den sind.

Natür­lich durf­te auch das leib­li­che Wohl nicht zu kurz kom­men. Der Duft von frisch geba­cke­nen Waf­feln und Crê­pes lag eben­so in der Luft wie der von Piz­za, Brat­würs­ten und Leber­kä­se. In der Men­sa lock­te eine herz­haf­te Schupf­nu­del­pfan­ne, wäh­rend im Schul­haus Zucker­wat­te, Scho­ko­früch­te, Muf­fins und Pop­corn die Her­zen der Nasch­kat­zen höher­schla­gen lie­ßen. Wer es lie­ber erfri­schend moch­te, konn­te sich an alko­hol­frei­en Cock­tails oder Eis stär­ken – Kalo­rien wur­den an die­sem Tag selbst­ver­ständ­lich nicht gezählt.

Musi­ka­lisch sorg­ten die Blä­ser­klas­sen mit einer öffent­li­chen Pro­be für bes­te Stim­mung und bewie­sen ein­drucks­voll, dass Üben durch­aus hörens­wert sein kann. Und auch sonst gab es beim abwechs­lungs­rei­chen Büh­nen­pro­gramm aller­hand musi­ka­li­sche und tän­ze­ri­sche Talen­te zu bestau­nen. Natür­lich durf­te hier der neue Schul­song eben­falls nicht feh­len. Wer danach noch Ener­gie hat­te, konn­te sein Glück bei der Tom­bo­la ver­su­chen oder sich mit einem neu­en Schul-T-Shirt pas­send zum Jubi­lä­um ausstatten.

Par­al­lel zum bun­ten Trei­ben auf dem Schul­ge­län­de lief auf dem Sport­platz ein Fuß­ball­tur­nier der Schul­klas­sen. Dort wur­de mit vol­lem Ein­satz gekämpft, ange­feu­ert und geju­belt – gele­gent­lich auch dis­ku­tiert, ob der Ball nun wirk­lich im Aus war oder nicht. Fair Play und Team­geist stan­den jedoch stets im Vordergrund.

Zum Abschluss wur­de sym­bo­lisch zum (über) 50jährigen Bestehen der Schu­le noch ein Apfel­baum gepflanzt, der hof­fent­lich schon recht bald Früch­te tra­gen und alle an die­sen beson­de­ren Moment erin­nern wird. Mit ver­gra­ben wur­de eine Zeit­kap­sel, in der sich Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit ihren krea­ti­ven Gedan­ken ver­ewi­gen konnten.

So zeig­te sich unse­re Schu­le an die­sem Tag von ihrer leben­digs­ten Sei­te: fröh­lich, krea­tiv, enga­giert und ein biss­chen ver­rückt. Der Aus­nah­me­zu­stand war also nicht nur erlaubt, son­dern aus­drück­lich erwünscht. Ein gelun­ge­ner Start­schuss für die nächs­ten 50 Jahre!

StRin (RS) Sabri­na Haberzettl