Klasse 9D und 9E, macht euch bereit für eine Projektwoche, die so vielfältig ist wie eure eigenen Talente! Ihr habt die exklusive Chance, in Branchen einzutauchen, die unsere Region am Laufen halten. Ob ihr euch für medizinische Rettung, industrielle Präzision, pharmazeutische Forschung oder pädagogische Arbeit interessiert – in diesem Jahr ist alles dabei.
Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir Projekte entwickelt, bei denen ihr nicht nur zuschaut, sondern echte Lösungen erarbeitet. Vom Erstellen eines OP-Lehrfilms über das Design technischer Bauteile bis hin zur Konzeption sozialer Projekte: Ihr entscheidet, wo ihr euer Wissen einbringen wollt!
Gesundheit im Fokus
Branche: Pharma und Medizin
Worum geht’s? Dr. Pfleger ist ein Bamberger Traditionsunternehmen mit Herz und Verstand. Hier wird an Medikamenten geforscht, die Menschen weltweit helfen. Das Besondere: Die Gewinne fließen in eine Stiftung für medizinische Forschung. Wenn du wissen willst, wie aus Chemie Gesundheit wird und wie ein modernes Pharma-Unternehmen soziale Verantwortung trägt, solltest du dich hier einwählen.
- Ideal für: Forschergeister, Chemie-Fans und sozial Engagierte.
Thema 2.1: Vom Rohstoff zur Tablette
In diesem Projekt taucht ihr tief in das Herz der pharmazeutischen Produktion ein. Ihr werdet für einen Tag zum Pharmakanten und lernt, wie Arzneimittel unter strengsten Qualitätsvorgaben – den sogenannten GMP-Bedingungen (Good Manufacturing Practice) – hergestellt werden. Gemeinsam mit den Profis von Dr. Pfleger produziert ihr Tabletten und erfahrt, warum in der Medizin absolute Präzision über Leben und Gesundheit entscheidet.
Eure Aufgabe:
Ihr begleitet und dokumentiert den gesamten Entstehungsprozess einer Tablette. Dabei lernt ihr die chronologischen Prozessschritte kennen:
- Vorbereitung & Einwaage: Wie beginnt der Prozess?
- Mischen & Granulieren: Wie werden Wirkstoffe kombiniert?
- Tablettierung: Wie entsteht aus Pulver eine feste Form?
- In-Prozess-Kontrollen (IPC): Ihr führt Messungen durch, um die Qualität in jeder Sekunde sicherzustellen.
- GMP-Dokumentation: Ihr lernt, warum jeder Handgriff in der Pharma-Industrie lückenlos protokolliert werden muss.
⚠️ WICHTIG: Euer Setup für den Reinraum
Um in der Produktion arbeiten zu dürfen, müsst ihr euch wie echte Profis an die strengen Hygienevorschriften halten. Da ihr im Reinraum arbeitet, gelten folgende Regeln für euren Praxistag:
- Natürlicher Look: Bitte kein Make-up und keine lackierten (oder künstlichen) Fingernägel.
- Kein Schmuck: Uhren, Ringe, Piercings oder Ohrringe müssen zu Hause bleiben.
- Klare Sicht: Kontaktlinsen sind nicht erlaubt – bitte tragt an diesem Tag eure Brille.
- Haar-Styling: Lange Haare müssen strikt zum Zopf gebunden werden.
- Reinraum-Disziplin: Essen und Trinken (auch Kaugummis oder Bonbons) sind im Arbeitsbereich streng verboten.
Thema 2.2: Fälschung oder Original
Bevor ein Medikament das Haus Dr. Pfleger verlässt, muss es durch die „Härtekammer“ der Qualitätskontrolle. In diesem Projekt werdet ihr zu Labor-Analytikern. Ihr prüft Wirkstoffe, Hilfsstoffe und fertige Tabletten auf ihre absolute Reinheit. Euer Ziel: Mit chemischen Methoden beweisen, dass die Qualität zu 100 % stimmt.
Eure Themen-Optionen im Labor:
Gemeinsam mit eurem Experten Jonas Kabitz könnt ihr in zwei faszinierende Richtungen forschen:
Option A (Favorit):
Das Geheimnis des Wassers
Wasser ist in der Pharma-Industrie nicht gleich Wasser. Ihr untersucht den Unterschied zwischen gewöhnlichem Leitungswasser und hochreinem, demineralisiertem Wasser.
- Die Experimente: Ihr führt Ionen-Nachweise durch, bestimmt die elektrische Leitfähigkeit und untersucht den Verdampfungsrückstand.
- Euer Output: Ihr produziert ein professionelles Erklärvideo. Darin zeigt ihr den Versuch, erklärt den chemischen Mechanismus und erläutert, warum reines Wasser für Medikamente lebensnotwendig ist.
- Messe-Special: Bereitet kleine Versuche (z.B. pH-Messungen oder Ionen-Tests) vor, die ihr live an eurem Messestand vorführen könnt!
Option B:
Der ASS-Check – Präzision im Fokus
Ihr nehmt echte ASS-Tabletten (Aspirin) unter die Lupe und prüft, ob die Wirkstoffkonzentration in jeder Charge exakt gleich ist.
- Die Experimente: Ihr nutzt die Dünnschichtchromatographie, um Wirkstoffe sichtbar zu machen und vergleicht verschiedene Chargen auf ihre Gleichförmigkeit.
- Euer Output: Ihr erstellt einen spannenden Zeitraffer-Clip (Reel) eurer Chromatographie-Versuche und bereitet eure Messergebnisse in anschaulichen Diagrammen für euer Messe-Plakat auf.
Was ihr mitbringen solltet:
- Forschergeist: Ihr habt Spaß an Chemie und wollt wissen, was „hinter den Kulissen“ passiert.
- Präzision: Im Labor zählt jeder Tropfen.
- Medien-Lust: Ihr habt Bock, eure Versuche cool zu filmen und anderen verständlich zu erklären.
Thema 2.3: Social Media Inhalte für Ausbildungsberufe
Bereich HR & Corporate Communication
Projektbeschreibung:
Im Rahmen des Projekts sollen die Schülerinnen und Schüler Social-Media-Inhalte für ein bis zwei ausgewählte Ausbildungsberufe erarbeiten. Ziel ist es, die Berufe ansprechend und informativ darzustellen, um Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und zu begeistern.
Inhalte und Aufgaben:
Recherche:
Informationen zu den gewählten Ausbildungsberufen (z. B. Aufgaben, Voraussetzungen, Karrierechancen)
Konzeptentwicklung:
Zielgruppe definieren
Geeignete Social-Media-Plattformen auswählen (z. B. Instagram)
Content-Erstellung:
Texte, Bilder oder kurze Videos gestalten
Berufsvorteile und spannende Aspekte kreativ darstellen
Präsentation:
Vorstellung der erarbeiteten Inhalte im Unternehmen
Ziel des Projekts:
Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie man Informationen zielgruppenorientiert aufbereitet und digitale Medien für Berufsorientierung nutzt. Gleichzeitig vertiefen sie ihre Kenntnisse über Ausbildungsberufe und deren Anforderungen.
Thema 2.4: Wartungsarbeiten an Pneumatikzylindern
Bereich Technical Service
• in der Projektwoche soll ein oder mehrere Wege ausgearbeitet werden, wie die jährlichen Wartungsarbeiten an Pneumatikzylindern zeitsparend, platzsparend, ergonomisch und auch ressourcensparend durchgeführt werden können.
• Diese Zylinder , 5 Stück, müssen mindestens 1x jährlich an der Anlage ausgebaut werden, am Arbeitsplatz zerlegt und gereinigt werden und danach wieder zusammengebaut werden.
• Die Schüler sollen im ersten Schritt selbst einen ausbauen und instand Setzen und sich dann Gedanken machen was man hier verbessern kann.
Thema 2.5: Optimieren der Kommissionierwege und Kontrollsysteme im Versand
Bereich Warehouse & Shipping
• Die Schüler sollen sich überlegen wie man die Kommissionierwege und Kontrollsysteme im Versand nach Erhalt von Aufträgen vom Kundenservicecenter verbessern kann
• Wichtig ist, ein sicheres Ausliefern von Arzneimitteln an die jeweiligen Empfänger (Apotheken/ Großhandel/ Kliniken) zu gewährleisten
Pflege und Medizin mit Zukunft
Branche: Gesundheit, Pflege und medizinische Ausbildung
Worum geht’s?
Die GKG Bamberg ist im Gesundheits- und Pflegebereich aktiv und zeigt, wie wichtig gute Organisation, moderne Ausbildung und Hygiene für Patientinnen und Patienten sind. In den Projektthemen geht es zum Beispiel um den richtigen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen, um die Arbeit von medizinischen Fachangestellten in Arztpraxen oder um die modernisierte Pflegeausbildung. Auch Themen wie Händehygiene im OP- und Anästhesiebereich spielen eine große Rolle. Wenn du wissen willst, wie Medizin, Pflege und Organisation zusammenarbeiten, um Menschen zu helfen, bist du hier genau richtig.
Ideal für: Sozial Engagierte, Organisationstalente, Medizin- und Pflegeinteressierte
Thema 6.1: „Gut betreut – wie man pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen unterstützt“
Berufsfeld Pflege SZ
Der demografische Wandel in Deutschland ist durch sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung und Zuwanderung gekennzeichnet, was zu einer alternden Bevölkerung und einer Verschiebung der Altersstruktur führt.
Zum Ende des Jahres 2023 lebten in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Im
Jahr 2023 sind etwa 445.000 Menschen im Alter 65+ neu an einer Demenz erkrankt.
Recherchiert wie eine gute Kommunikation mit Personen mit Demenz aussehen sollte.
Welche einfachen Tipps könnten an Angehörige von Betroffenen gegeben werden.
Erstellt einen kurzen übersichtlichen Leidfaden zu diesem Thema, der Angehörigen im alltäglichen Gebrauch Hilfestellung mit diesem Krankheitsbild gibt.
Thema 6.2: Wartezeit aber cool
„Wartezeit aber cool!“
Worum geht’s?
Wartezeiten von Patienten bei Arztbesuchen sind nervig und macht schlechte Stimmung, aber nicht immer zu vermeiden. Welche realistischen Möglichkeiten im Klinikalltag gibt es, um Wartezeiten für Betroffene angenehmer zu gestalten.
Gestaltet ein sich selbsterklärendes Spiel, das während der Wartezeit genutzt werden kann, um die Wartezeit zu verkürzen und Infos über Gründe warum es zu Wartezeiten kommen informiert.
Produktidee: Interaktives Spiel für Patienten (Information + kleine Beschäftigungsideen für die Wartezeit)
Thema 6.3: Modernisierte Pflegeausbildung
„Pflegeausbildung heute – Ablauf, Chancen und neue Möglichkeiten“
Worum geht’s?
Die generalistische Pflegeausbildung ist auch sechs Jahre nach ihrer Einführung nur unzureichend in der Bevölkerung bekannt. Pflege ist mehr als „Hintern“ abputzen. Was macht die Pflege aus, wie läuft die Ausbildung zur Pflegefachperson ab und welche Möglichkeiten habe
man nach der Ausbildung?
Fertigt hierzu ein 2 bis 3‑minütiges Podcast an, der über die Ausbildung und das Berufsfeld Pflege informiert.
Produktidee: Infopodcast oder Erklärvideo für die Firmenwebseite
Thema 6.4: Operations-/Anästhesietechnischer Bereich
„Saubere Hände – sichere Patienten: Warum Handehygiene im OP lebenswichtig ist“
Worum geht’s?
Im Berufsfeld der OTA/ATA ist Hygiene ein sehr wichtiger Bestandteil der Arbeit. Bakterien und Viren sind Krankheitserreger, die nicht in Operationsbereiche lebensbedrohliche Folgen haben können. Ein sehr wesentlicher Bestandteil ist deshalb die Händedesinfektion.
Erstellt ein Video (2 bis 3 Minuten) über Händedesinfektion, im dem die Wichtigkeit der Desinfektion erläutert wird und die wesentlichen Grundlagen einer guten Händedesinfektion erklärt werden.
Produktidee: Informations‑, Lehr- oder Unterweisungsfilm
Lernen neu gedacht – Bildung mit Herz
Branche: Bildung, Pädagogik und soziale Arbeit
Worum geht’s?
Die Don-Bosco-Flexschule in Bamberg ist eine besondere Schule, die Jugendliche individuell auf ihrem Bildungsweg begleitet. Hier geht es darum, Lernen neu zu denken und Schülerinnen und Schüler je nach ihren Stärken und Bedürfnissen zu fördern. Das Ziel ist, junge Menschen auf einen erfolgreichen Schulabschluss und den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Wenn du wissen willst, wie Schule auch anders funktionieren kann und wie Pädagogik dabei hilft, Perspektiven zu schaffen, solltest du dich hier einwählen.
Ideal für: Sozial Engagierte, Pädagogik-Interessierte und alle, die gern mit Menschen arbeiten und sie auf ihrem Weg unterstützen wollen.
Thema 7.1: Lernen neu gedacht – eure Videos für die Flexschule
Lernen neu gedacht – eure Videos für die Flexschule
Ihr schlüpft in die Rolle von Lehrkräften und Medienprofis zugleich:
Für die Flexschule Don Bosco entwickelt ihr eigene Lernvideos für Realschülerinnen und Realschüler, die nicht im normalen Klassenunterricht lernen, sondern individuell und im eigenen Tempo arbeiten.
Viele Flex-Schüler haben besondere Herausforderungen:
- sie lernen unterschiedlich schnell,
- haben Lücken in einzelnen Fächern,
- brauchen klare Erklärungen in kleinen Schritten,
- und müssen sich oft selbst zum Lernen motivieren.
- Genau hier kommt ihr ins Spiel:
Ihr entwickelt drei kurze Lernvideos (je 3–10 Minuten) zu einem Fach eurer Wahl – zum Beispiel Deutsch, Mathe, Englisch, Physik, Sozialwesen, Geschichte oder Politik und Gesellschaft (PuG).
Dabei achtet ihr besonders darauf, verständlich zu erklären, einfache Beispiele zu verwenden, ruhig und motivierend zu sprechenund die Inhalte so aufzubauen, dass man sie auch alleine gut verstehen kann.
So helft ihr anderen Jugendlichen beim Lernen – und merkt selbst:
👉 Wer etwas erklären kann, hat es wirklich verstanden.
Euer Auftrag:
🎥 Plant, gestaltet und produziert drei Lernvideos zu einem Schulfach eurer Wahl, die Flex-Schülerinnen und Schüler beim selbstständigen Lernen unterstützen.
Euer Output:
📽️ Drei fertige Lernvideos (3–10 Minuten), die im Unterricht der Flexschule Don Bosco eingesetzt werden können.
Thema 7.2: Schule mal anders – euer Podcast über die Flex-Fernschule
Schule mal anders – euer Podcast über die Flex-Fernschule
Was passiert eigentlich, wenn Jugendliche nicht mehr regelmäßig in die Schule gehen können?
Genau dieser Frage geht ihr in diesem Projekt auf den Grund.
Ihr produziert eine eigene Podcastfolge zum Thema Flex-Fernschule und erklärt,
- warum manche Schülerinnen und Schüler diesen Weg brauchen,
- wie der Genehmigungsprozess abläuft
- und welche Rolle dabei Eltern, Schule, Jugendamt und der Bezirk spielen.
Viele Familien wissen gar nicht, dass es diese Möglichkeit gibt – oder haben falsche Vorstellungen davon.
Deshalb macht ihr sichtbar:
👉 Wie wird man Flex-Schülerin oder Flex-Schüler?
👉 Wer entscheidet darüber?
👉 Welche Chancen und welche Herausforderungen bringt dieser Schulweg mit sich?
Dazu könntet ihr Interviews mit verschiedenen Beteiligten führen:
- mit Flex-Schülerinnen und Schülern,
- mit Eltern, mit Mitarbeitenden der Flexschule Don Bosco
- und (wenn möglich) mit Vertreterinnen und Vertretern von Jugendamt oder Schulaufsicht.
Ihr lernt dabei:
🎙️ wie man gute Interviewfragen formuliert,
🎧 wie man eine Podcastfolge aufbaut (Intro, Hauptteil, Fazit),
📝 wie man komplexe Abläufe verständlich erklärt,
🤝 und wie man sensibel mit persönlichen Geschichten umgeht.
Euer Auftrag:
🎧 Erstellt eine Podcastfolge, die erklärt, wie die Flex-Fernschule funktioniert und wie der Weg dorthin aussieht.
Euer Output:
🔊 Eine fertige Podcastfolge, die informiert, aufklärt und anderen Familien Orientierung geben kann.
Thema 7.3: Lernen zum Mitnehmen – Dein Flex-Lernbrief
Nicht alle Schülerinnen und Schüler können regelmäßig am Unterricht teilnehmen. An der Flexschule lernen viele selbstständig zu Hause oder in kleinen Gruppen. Dafür brauchen sie gut erklärte Lernmaterialien, mit denen sie auch ohne Lehrkraft arbeiten können.
Eure Aufgabe ist es, in zwei Schulfächern eurer Wahl einen eigenen Flex-Lernbrief zu erstellen. Darin erklärt ihr ein Thema so, dass andere Schülerinnen und Schüler es alleine verstehen und bearbeiten können.
Ihr entwickelt verständliche Erklärungen, Beispiele und passende Übungsaufgaben – wie ein kleiner Lehrer auf Papier.
Dabei müsst ihr euch besonders überlegen:
Was ist schwierig? Wo brauchen Lernende Hilfe? Wie kann man komplizierte Inhalte einfach erklären?
Ideal für:
Erklär-Talente, kreative Köpfe, Sprachliebhaber, Pädagogik-Interessierte und alle, die anderen beim Lernen helfen wollen.
Technik für Hygieneprodukte
Branche: Industrie, Materialverarbeitung und Produktion
Worum geht’s?
Bei Lohmann-koester werden mit modernen Maschinen Bauteile für Hygiene- und Medizinprodukte hergestellt. Ihr bekommt einen Einblick in die industrielle Produktion und dürft selbst ein Werkstück aus Metall anfertigen. Dabei seht ihr Schritt für Schritt, wie aus einem Rohmaterial ein fertiges Teil entsteht.
Ideal für: Technik-Fans, Bastlerinnen und Bastler und alle, die sehen wollen, wie in einem echten Betrieb produziert wird.
Thema 8.1: Vom Metall zum fertigen Bauteil
Euer Auftrag:
Ihr stellt an professionellen Maschinen ein Metall-Werkstück her und dokumentiert den gesamten Herstellungsprozess mit Fotos. Daraus erstellt ihr eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Technik, die bewegt
Branche: Maschinenbau, Metalltechnik und Elektrotechnik
Worum geht’s?
Bei ZECK geht es um große Technik mit wichtiger Aufgabe: Das Unternehmen entwickelt und baut Maschinen für Freileitungen, Bahntechnik, Seilbahnen, Antennen und Erdkabel – also für Energie- und Verkehrsinfrastruktur. Am Praxistag bekommt ihr einen echten Einblick in die Werkstatt: Ihr lernt die Endmontage von Maschinen kennen und dürft typische Arbeiten wie Schweißen, Drehen und Fräsen entdecken. Außerdem seht ihr, wie Wartung und Service an Maschinen funktionieren. Wenn du wissen willst, wie aus Einzelteilen leistungsstarke Maschinen werden und Technik im Alltag eine wichtige Rolle spielt, bist du hier genau richtig.
Ideal für: Technik-Fans, Bastlerinnen und Bastler, Tüftler, Metall- und Maschinenbau-Interessierte sowie alle, die gern praktisch arbeiten und verstehen wollen, wie Maschinen gebaut und gewartet werden.
Thema 9.1: „Wie entsteht ein Maschinenteil?“
„Wie entsteht ein Maschinenteil?“
Ausgangssituation : Bevor eine Maschine montiert werden kann, müssen ihre Einzelteile präzise gefertigt werden
– mechanisch, hydraulisch oder elektrisch.
Aufgabe des Schülerteams: Die Schüler begleiten die Entstehung eines Bauteils von der Zeichnung bis zum fertigen Teil.
Arbeitsaufträge 1. Bauteil auswählen
2. Zeichnung lesen
o Welche Maße sind wichtig?
o Welche Funktion hat das Teil in der Maschine?
3. Fertigungsverfahren verstehen
o Warum wird das Teil gedreht, gefräst oder geschweißt?
o Welche Maschinen kommen zum Einsatz?
4. Werkstoffe & Qualität
o Welches Material wird verwendet?
o Warum ist Genauigkeit wichtig?
o Wie wird das Teil geprüft?
Präsentationsmethode:
Das Team stellt sein Bauteil wie auf einer Technikmesse vor:
mit einem erklärenden Poster
und einem realen oder nachgebauten Bauteil.
Umsetzung durch die Schüler
Bauteil – Exponat
o Rohteil
o maßstäbliches Modell
Poster / Plakat (A1 oder digital ausgedruckt):
o Zeichnung (vereinfacht)
o Fertigungsschritte
o eingesetzte Maschinen
o Material & Qualitätsanforderungen
Möglicher Präsentationsablauf
1. Was ist das Bauteil?
2. Wo sitzt es in der Maschine?
3. Wie wird es gefertigt?
4. Warum ist Präzision wichtig?
5. Welche Fähigkeiten braucht der Feinwerkmechaniker hier?
Thema 9.2: Vom Einzelteil zur funktionierenden Baugruppe
Ausgangssituation
In der Endmontage werden aus vielen gefertigten Einzelteilen funktionsfähige Maschinenbaugruppen zusammengesetzt. Präzision, Teamarbeit, technisches Verständnis und sauberes Arbeiten sind dabei entscheidend.
Aufgabe des Schülerteams
Die Schüler sollen den Zusammenbau einer ausgewählten Baugruppe nachvollziehen, planen und dokumentieren.
Arbeitsaufträge
1. Maschine verstehen
o Besichtigung einer kompletten Maschine in der Endmontage
o Klärung der Frage: Wofür wird die Maschine hergestellt ?
2. Baugruppe auswählen
3. Montageprozess analysieren
o Welche Einzelteile gehören zur Baugruppe?
o In welcher Reihenfolge werden sie montiert?
o Welche Werkzeuge werden benötigt?
4. Qualität & Sicherheit
o Welche Toleranzen sind wichtig?
o Welche Sicherheitsaspekte spielen bei der Montage eine Rolle?
Präsentationsmethode:
Das Team präsentiert seine Ergebnisse anhand eines einfachen Modells der Baugruppe und
erklärt den Montageprozess Schritt für Schritt
– ähnlich wie ein Monteur, der einen neuen
Kollegen einweist.
Umsetzung durch die Schüler
• Erstellung eines Modells der Baugruppe
(z. B. aus:
o Karton, Holz, 3D
- gedruckten Teilen,
o LEGO / Metallbaukasten,
o oder vereinfachten Originalteilen ohne Funktion)
•
Ergänzend:
o Fotos aus der Endmontage
o einfache Skizzen
Möglicher Präsentationsablauf
1. Funktion der Baugruppe erklären
2. Einzelteile zeigen
3. Montagereihenfolge demonstrieren
4. Werkzeuge & Sicherheitsaspekte erklären
5. Typische Fehlerquellen benennen
Thema 9.3: Wenn die Maschine nicht läuft – Service im Einsatz
Ausgangssituation
Nach der Auslieferung müssen Maschinen gewartet, repariert und instandgehalten werden. Der Service ist entscheidend für die Zufriedenheit der Kunden.
Aufgabe des Schülerteams
Die Schüler analysieren einen typischen Servicefall und entwickeln eine Lösung.
Arbeitsaufträge
1. Servicefall kennenlernen
o Vorstellung eines realistischen Beispiels:
▪ Maschine funktioniert nicht mehr
▪ Hydraulik verliert Druck
▪ Elektronik meldet eine Störung
2. Fehleranalyse
o Welche Ursachen sind möglich?
o Welche Bauteile könnten betroffen sein?
3. Reparaturablauf
o Welche Schritte führt der Servicetechniker aus?
o Welche Werkzeuge und Ersatzteile werden benötigt?
4. Kundenperspektive
o Warum ist eine schnelle Reparatur wichtig?
o Welche Kosten entstehen durch Stillstand?
Präsentationsmethode:
Das Team spielt einen realistischen Serviceeinsatz
und Werkstatt (Videoaufnahme)
Umsetzung durch die Schüler : Rollenspiel (3 –5 Minuten)
o Kunde meldet Problem
o Techniker analysiert Fehler
o Reparatur wird erklärt
Ergänzend:
o schriftlicher Servicebericht
o Skizzen oder Fotos der betroffenen Baugruppe
Präsentationsablauf
1. Kundenmeldung
2. Fehleranalyse
3. Reparaturentscheidung
4. Ergebnis & Nutzen für den Kunden
5. Zeit – & Kostenaspekte